



Künstlerische Arbeit
the other side 2026 - Fenster zur Freiheit
Als Künstler wandeln wir zwischen Welten. Wir tragen Geschichten von einer zur anderen Welt. Wir bringen Farbe aus den Schatten an die Oberfläche und ermutigen andere, neu hin zu schauen. Wir stellen Fragen. Wir folgen inneren Spuren, bewegen uns in mehreren Dimensionen - der realen Welt, der Welt der Vergangenheit, der Welt der Vorstellungskraft, die Welt der Intuition und der gefühlten Wahrnehmung im Innen.
Von Januar bis März 2026 werde ich für dieses Projekt ins Gefängnis gehen, um mit Gefangenen der JVA Freiburg künstlerisch zu arbeiten. Ich verwandle den Schulungsraum der JVA in ein Kunstatelier. Dabei erforsche ich Resonanz mit einer "nicht verfügbaren Welt", abgeschottet von der Außenwelt - ein scheinbar unerreichbarer Ort mitten in Freiburg - in dem Menschen leben.
Ich werde selbst zur Brücke, höre empathisch zu und lasse mich von dieser Welt berühren: von den Fragen, die sie aufwirft und von den Lösungen, die die Gefangenen für diese Umstände finden. Dafür lasse ich mich mit den Gefangenen dort einschließen und erlebe teilweise was sie erleben.
In der Formlosigkeit des Ungewissen liegt ein Ort."The other side" erforscht, welches Potential "im Dazwischen" liegt. Wie gelingt es eine Brücke zu bauen? Welche Rolle spielt Resonanz dabei? Welche die Kunst? Das Projekt stellt die Frage nach dem Lebendigen in einem scheinbar kalten und starren Umfeld. Welche Antwort entsteht zwischen "hier" und "dort" von Innen heraus?
Die Übersetzung des Zwischenraums und das Potentials dieser "Lücke" fließen in die künstlerische Gestaltung und finden einen Ausdruck ohne Worte.
Schwarzlichtkunst 2025
In der tiefe der Nacht beginnen diese Figuren und Leinwände zu leuchten.
Das Licht im Schwarzlicht ist flüchtig und kann nicht nicht mit einer Kamera
eingefangen werden. Die bunten und grellen Leuchtfarben setzen den Raum, dem undefinierten Schwarz der Nacht etwas entgegen. Sie erschließen Ecken und Winkel, die zuvor in Dunkelheit lagen. Sie laden in ihrer dynamischen Bewegung dazu ein, inne zu halten und hin zu spüren. Es ist die Suche des Konkreten im Unkonkreten. Folge der Spur, der leuchtenden Kontur in der haltlosen Schwärze der Nacht.
Animal soul - Tierskulpturen 2024/2025
In der stillen Begegnung von Mensch und Tier, entsteht eine Verbindung, die keine Worte kennt, sondern aus den sanften, wilden Augen geboren wird. Das Tier ist intuitiv, emotional und ehrlich. In der Begegnung werden wir eingeladen unser eigenes Instinkthaftes wieder zu berühren. Das Leben mit dem Körper, statt mit dem Kopf zu begreifen.
Die Akzeptanz des Unberechenbaren kann das Vertrauen wachsen lassen - zu einer Verbindung zwischen den wortlosen Welten führen.
Die Stille Präsenz eines Tieres lehrt uns, dass wahre Verständigung im Miteinander geschehen kann, wenn jeder erkennt, dass es nur ein Ausschnitt ist den er sieht. Wenn wir uns mit unserem eigenen instinkthaften Wesen verbinden, können wir erfahren, wie jedes Wesen ein Teil des großen Ganzen ist.
the birds know - 2022 / 2023
Ein Vogel. Symbol der Freiheit und der Sehnsucht. Vögel leben in unserer unmittelbaren Nachbarschaft, sie schlafen auf unseren Dächern, besuchen uns an unseren Fenstern und erinnern uns mit ihrem Gezwitscher, wieder öfter in den Himmel zu schauen. Sie sind Meister im Navigieren und im sturmfesten Nestbau. Wahrscheinlich wecken sie das Fernweh, weil wir Menschen tief im Inneren auch Normaden sind. Wir sind nicht wirklich sesshaft, auch uns zieht es in den Urlaub, den Süden, die Ferne - auf zu neuen Ufern.
Immer mehr Vogelarten sind vorm Aussterben bedroht. Über 110 Arten sind nicht nur durch die industrialisierte Landwirtschaft, sondern vor allem auch durch den Klimawandel bedroht. Sie passen sich an, erleben Transformation und müssen neue Fähigkeiten entwickeln. Die Verfügbarkeit von Insekten und Lebensräumen wird knapper. Die wachsende Zahl an Überwinterern und flexiblen Arten, die Früher in ihr Brutgebiet zurückkehren, verdrängt Vögel aus ihren Revieren... Auch wenn Meeresspiegel weiter steigen, werden die Küsten für Vögel weniger bewohnbar. Rastplätze werden weniger auf ihrer Reise... der Raum der Vögel schrumpft. Was machen wir Menschen wenn unser Raum schrumpft? Wenn wir gezwungen werden uns zu bewegen? Uns anzupassen? Wie sieht unsere Transformation aus? Die Zeit des Wandels wird aus der Vogelperspektive betrachtet. Was hat uns der Vogel schon voraus? Was können wir von ihm lernen? Welche Weisheit gibt es zu entdecken, wenn wir mal von Oben auf die Dinge schauen?
Kunstformen
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Arbeiten in verschiedenen Bereichen der Bildenden Kunst
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Auseinandersetzung mit Themen wie Menschlichkeit, Zwischenraum, Resonanz, Tierwesen und Emotion - dem inneren Wesen eine äußere Form geben.
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Studium von Mensch und Tier, Licht und Schatten und dem Raum dazwischen
Kommende Termine
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Hier geht es zu den nächsten Ausstellungen und Projektvorführungen, sowie zu geplanten Terminen für Graffiti-Workshops in Freiburg und Umgebung.
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Außerdem können Sie sich über kommende Workshopangebote informieren und zu einzelnen Angeboten anmelden.
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Individuelle Kunstworkshops und Auftragsarbeiten sind auf Anfrage möglich










